Der Ritt auf der Wilden Sau
Keine Angst, Ihr seid hier nicht plötzlich auf einer Jäger oder Reiterseite gelandet. Es geht nach wie vor ums Paddeln.
Allerdings müssen wir Euch hier mitteilen, wie ein angeblicher Paddelfreund seine Kameraden hintergeht.
Zuerst ein paar Fakten: Die Wilde Sau ist ein kleiner
Bach, der bei Wilsdruff (cirka 10 km westlich Dresden)
die A 4 unterquert und dann in einem schönen Waldtal
auf 6 km fast 100 Höhenmeter zur Elbe überwindet.
Die Strecke ist als Fusswanderstrecke (auch wegen der
Einkehrmöglichkeiten) sehr beliebt.
Befahrungsberichte kannten wir bis dato nur vom
kleinen Steffen.
Der Bach ist sicher als WW III zu bewerten, günstige
Voraussetzungen liegen vor, wenn in Willsdruff am
Parkplatz cirka 2,5-3 Kubik fließen. (sehr selten)
Einsetzen kann man in Willsdruff oder Klipphausen.

Etwas erstaunt, stellt die Saubande die neue Lage fest.
Mit verschmitztem Lächeln fährt der kleine Steffen vor.
Und schon ist die Truppe an den ersten Sehenswürdigkeiten, die natürlich ausgiebig besichtigt werden müssen.
Frank prüft sorgfältig die mögliche optimale Fahrtroute,...............um sich dann mit kühnem Schwung hinabzustürzen
Ziel vom kleinen Steffen war auch weniger die gemeinschaftliche Befahrung des Baches, sondern mehr die Erzeugung von
dummen Gesichtern bei seinen Freunden. Wie Olaf und der große Steffen zeigen, hat sich die Fahrt gelohnt
PS: Ob sich die Sache wirklich genau so zugetragen hat, weiß ich nicht. Ich war ja nicht dabei. Bei mir wurden nur ein paar
Bilder und bruchstückhafte Infos angeliefert. Und ich bin froh, dass ich nicht dabei war. Sicher hätte ich noch dümmer geguckt.
Viele von uns sind dort schon gewandert und manchmal wurde schon über mögliche Befahrungen diskutiert, aber irgendwie
haben wir den Plan immer wieder verworfen, zu eng, zu wenig Wasser, zu viele Bäume.
Nur der kleine Steffen ließ nicht locker und brachte diesen Bach immer wieder ins Gespräch. Er ist ihn auch mehrfach
abgelaufen und behauptet sogar, ihn vor unserer gemeinsamen Paddelzeit schon gefahren zu sein. Irgendwie kann er einem, ja
auch leid tun. Der ständige Genuss seiner Zigarillos, das Fahren eines viel zu kleinen Bootes, die traumatischen Folgen des
Hochwassers und die damit verbundene Angst vor Wasserwucht verändern sein Bewusstsein und lassen ihn immer wieder
nach Rinnsalen schielen. Dabei murmelte er immer was von "Genial und optimal bei 3 Kubik"
Dabei reifte folgender, wahrhaft "säuischer" Plan: Wenn der Bach mal geht, wird die Truppe unter einem Vorwand (z.B.
Bobritzsch oder Chemnitz) versammelt, und dann wird sie einfach an der Wilden Sau ausgesetzt.
Am 23.11.02 war es so weit. Glücklicherweise konnten Marlen und Ramona hin und wieder auf den Auslöser drücken, um so
Beweise für diese Schandtat für nachfolgende Paddlergenerationen festzuhalten.