Wilde Weisseritz
Die Wilde Weisseritz entspringt auf der tschechischen Seite des Erzgebirgshauptkammes in der Nähe von Rehefeld
und fließt in Freital nach cirka 50 km Lauflänge mit der Roten Weisseritz zusammen. Der Name Weisseritz ist eine
Lautverschiebung aus dem altsorbischen Wort "Bystrice" = "Die Flinke". Flink ist sie allemal, wenn auch nicht so
wild, wie ihr Name erhoffen lässt. Sie geht in ihrem fahrbaren Abschnitt kaum über WW II+ hinaus.
Auch sonst wird der Fahrspass durch mehrere Faktoren beeinträchtigt:
Erstens ist der Fluss bis inklusive der Talsperre Klingenberg aus Trinkwasserschutzgründen gesperrt. Es sollen bei
Befahrungsversuchen im (landschaftlich sehr reizvollen) Bereich zwischen den beiden Talsperren schon
empfindliche Strafen kassiert worden sein. Hängen auch überall Schilder rum.
Zweitens fliesst den Talsperren zwar manchmal viel Wasser zu, aber sehr selten ausreichend Wasser ab. Die
Bewohner von Dresden und Umgebung sind halt so, durstig, dass sie die Seen leertrinken.
Drittens begleitet im verbliebenen Teil ab Klingenberg meist die Straße den Fluss. Häufig ist ein Ufer (in der
Ortsdurchfahrt Tharandt auch beide) eingemauert. Die Rote ist also wasser- und landschaftsmäßig deutlich besser.
Wenn es aber mal Wasser gibt, kann man den Fluss schon mal machen. Es erwartet einen eine schnelle Abfahrt
mit ziemlich hohen Wellen, einigen leicht verwalzten Abschnitten und ein paar kribbelnde Wehre.
Den Wasserstand soltte man vor Ort beurteilen. Man kann aber auch Steffen anrufen (0172-3793972, er sieht aus
dem Fenster den Zusammenfluss. Wir hatten bei einer Befahrung am 02.03.02 cirka 7 Kubik.
18,0Talsperre Klingenberg, Einsatz nur bei sehr guter Wasserabgabe, es liegen keine aktuellen
Befahrungsberichte vor. Aus Wanderungen weiss ich aber, das es dort nicht über WW I geht, einige Mühlenwehre.
11,5OA Dorfhain, man kann schon im Ort einsetzen, muss dann aber das folgende Wehr umtragen
10,5Wehr, 4,5 m, rechts umtragen
10,0OE Dorfhain, Straßenbrücke, günstige Einsatzstelle bei gutem Wasserstand, danach WW I
09,1erst Straßen-, dann sofort Eisenbahnbrücke
08,9Wehr, ca 2 m, halbrechts befahrbar, schon bei Anfahrt besichtigen, die Schwierigkeiten nehmen zu (II)
08,0Einmündung Höckenbach von rechts. Nach starken Niederschlägen kann es ausreichend Wasser für eine
Befahrung der Wilden Weisseritz ab hier geben, auch wenn die Talsperre kein Wasser abgibt.
07,5Bahnhof Edle Krone, ab jetzt Schwierigkeiten kaum noch über WW I
06,7Straßenbrücke, unmittelbar davor cirka 80 cm hohe Stufe im linken Flussarm
05,2 OA Tharandt, kurz danach gefährliche Stelle. An einem verfallenene Wehr ragt ein Eisenträger von links bis
in die Flussmitte und in der rechten Durchfahrt bilden sich durch die Blöcke des Exwehres Walzen
03,0OE Tharandt (Bahnhof), danach Wehr 1,0 m, links fahrbar, rechts rückläufig
09,0rechts Pegel, fahrbar ab 35, kräftig ab 50
00,3Straßenbrücke, sofort danach gefährliches, stark rückläufiges Kastenwehr. Schon bei Anfahrt besichtigen
und Stelle zum weiträumigen Umtragen festlegen
00,0Zusammenfluss mit der Roten Weisseritz, Steffens Ranch. Nach Absprache mögliche Aussatzstelle.


im Abschnitt nach Dorfhain
immer den höchsten Wellen hinterher
ziemlich weg (Marlen)
fast weg (borch)
ganz weg (?????)
Einfahrt in das verfallene Wehr am km 5,2
unterhab des Wehres
"Playboater" ohne Boot.....
versteckt sein weißes Boot im weißen Wasser
alle Bilder fotografiert von Steffen Gauernack am 02.03.2002 Vielen Dank!