Die Tatra

Die Tatra ist das einzige Hochgebirge Mittelosteuropas. Mit allem was dazugehört: Berge bis fast 2700 m Höhe,
Bergseen, Skigebiete, Bären und natürlich Flüssen.
Wer mehr über das Gebiet an sich erfahren will, kann sich z.B auf der Seite der Nationalparkverwaltung TANAP
(in Deutsch) informieren, sehr gut ist auch die deutsche Seite der Region Liptov.
Die Tatra ist sehr niederschlagsreich, in den Kammlagen gibt es über 1500 mm im Jahr. Interessant für uns ist
die Tatsache, dass die meisten Niederschläge in den Frühlings- und Sommermonaten fallen. Dabei sind im
Sommer Monatswerte von über 200 mm keine Seltenheit. Das bedeutet einerseits eine langanhaltende und
ergiebige Schneeschmelze und andererseits häufig fahrbare Wasserstände auch im übrigen Jahr. Die besten
Monate sind meiner Erfahrung nach Mai bis Juli.
Nun braucht man keine Angst zu haben, dass man dort im Sommer einen verregneten Urlaub verbringt. Meist
schüttet es ein zwei Tage kräftig und dann regiert wieder ein schönes osteuropäisches Hoch.
Eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen der Tatra bietet der Tatraring. Hier handelt es sich um eine organisierte
Fahrt der slowakischen Freunde auf diversen Flüssen des Gebietes. Meist findet sie Anfang Juli statt, im Jahr
2002 vom 30.06. - 06.07. besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass man sich um das Shutteln nicht
kümmern muss. Man wird jeden Tag mit einem Bus mit Hänger an einen neuen Bach gefahren. Die Fahrt eignet
sich vor allem für Liebhaber des sportlichen Wanderpaddelns und leichteren Wildwassers.


Wenn wir in der Tatra sind, nutzen wir meistens den
Campingplatz am Hotel Borova Sihot in Liptovsky Hradok.
Der Zeltplatz liegt in der Nähe der Mündung der Bela in
den Vah und verfügt über alle sanitären Möglichkeiten.
Wir schätzen besonders die phantastische reichhaltige
Küche des Hotels und den kostenlosen Brennholzservice
für das nächtliche Lagerfeuer.
In der Stadt gibt es an der Hauptsptraße auch einen
Bergsport- und Paddelladen, der Besitzer (aktiver Paddler)
spricht ein sehr gutes Deutsch.
Unbedingt sollte man zur nahegelegenen Mineralquelle
wandern und die Einheimischen nach der Wirkung
befragen. Interessant sind die unterschiedlichen Antworten
von Männlein und Weiblein...
Auch sonst gibt es in der Nähe eine ganze Menge -
Wanderungen in der Hohen oder der Niederen Tatra, ein
Thermalbad im Nachbarort Liptovsky Jan, ein Ausflug ans
Liptauer Meer, ein Besuch im Museumsdorf Pribylina...
Natürlich gibt es noch unzählige andere Unterkunftsmöglichkeiten. Wenn man mehrere Tage in der
nördlichen Tatra bleiben will, ist man sehr gur mit dem Platz in Cerveny Klastor (slowakisches Dunajecufer,
direkt an der Einmündung des Lipnik) bedient. Von dort lassen sich auch die Flüsse auf der polnischen Seite
gut erreichen. Übrigens habe ich die Lage der beiden Zeltplätze auch jeweils auf den Übersichtskarten bei
den einzelnen Flussbeschreibungen vermerkt.
Lange habe ich überlegt, wie ich die Flüsse am besten ordne. Obwohl es bei unseren slowakischen
Paddelfreunden nicht die harte Trennung in Wander- und Wildwasserpaddler gibt und auch die Flüsse nicht
eindeutig zuordenbar sind, habe ich mich für folgende Kategorien entschieden, wobei es (und ein Blick auf
die Karte genügt, um das festzustellen) noch viele weitere Flüsse und Bäche gibt: