3. Zschopau

Auch dieser Fluß ist eigentlich total zugebaut und eine durchgehende Befahrung ist selbst unter Wasserwanderaspekten
nur mit mühsamen Umtrageaktionen möglich. Allerdings hat man im Abschnitt zwischen Föha und Mittweida zwei
Stellen (bisher?) vergessen.

Das Bild sagt zwar nicht viel aus, ist aber dank Luise das einzige, was wir dort
gemacht haben. Es zeigt die Wellen nach dem verfallenen Wehr "Finkenmühle"
am km 49.5. Dieses Wehr folgt ein paar hundert Meter nach der Straßenbrücke
der B 173, es gibt auch einen Zufahrtsweg zur Gaststätte Finkenmühle, dieser
zweigt aber von der B 180 ab.
Die Stelle hat eine tiefe glatte Durchfahrt mit schönen Wellen, links ein und
rechts zwei große und tiefe Kehrwässer, man kann dort ungefährdet die
Grundtechniken üben und vermulich gehen auch Unterschneidungen mit dem
Spielboot. Der Pegel in Lichtenwalde hatte gestern 20 Kubik, dort sind sicher
auch noch 8 bis 10 Kubik ausreichend und die dürfte es dort häufig haben.
Wir waren schon fast verzweifelt.
Glücklicherweise erinnerte sich Steffen an
seine Faltbootzeit und an eine Stelle, wo er
mal eine halbe Stunde lang überlegt hat, ob er
sich eine Durchfahrt traut. Da hat er bestimmt
3 Zigarillos verbraucht.
Nach einigen Irrfahrten und dank der Mithilfe
mehr oder weniger freundlicher Dorfbewohner
fanden wir in Zschöppichen (4 km südlich von
Mittweida, linke Flußseite) den Weg zum
Kuhstall und von dort über die Wiesen zum
"Grubenwehr" (Fluss-km 33,2)
Es handelt sich dabei um eine Blockstufe mit
vielleicht 1,5 m Gefälle und mehreren Durch-
fahrtsvarianten. Unten gibt es große, in der
Strecke selbst kleine Kehrwässer. Das ganze
ist mit ein paar Walzen und schönen Wellen
garniert.
Olaf an verschiedenen Stellen im Grubenwehr.
Der Vater zeigt der Tochter eine Fahrtroute.
Und obwohl es bei Luise die Spritzdecke aufreißt (Walze)
Kommt die Tochter im Boot unten an.
Der Vater testet unterdessen Tiefe und Temperatur.
Könner (Luise und Olaf) unter sich.
Was gibt es zu der Stelle noch zu sagen?
Wie gesagt, Pegel in Lichtenwalde hatte 20 Kubik, auch hier
denken wir, dass es bei 10 Kubik noch geht.
An der Stelle selbst kann man auch baden, biwakieren und
angeln. Am rechten Ufer verläuft auch der
Zschopauwanderweg. Im Sommer kann es allerdings
passieren, dass die "Zufahrtswiese" als Weide genutzt wird.
Dann muss man entweder das Boot ein paar 100 m tragen
(eventuell auch von der rechts gelegenen Ortschaft
Schönborn aus möglich). Oder man setzt ein bis zwei Wehre
oberhalb ( Sachsenburg bzw. Krumbach) ein und fährt dann
bis ein Wehr weiter runter (Dreiwerben). Dort gibt es überall
Zufahrten.
PS: Steffen war nicht im Boot. Gierig schaute er auf die
zahlreichen alten Bergwerksstollen, holte sein Goldwasch-
zeug raus und begann zu sieben. Gefunden hat er was, aber
ob es für eine neues Boot reicht?