Playspots in Sachsen
Am 7. April 2002 brach eine wagemutige Expedition zur 1. Spielstellensuche in Mittelsachsen auf. Neben den Altstürzern
Steffen, Olaf und dundak war auch die Nachwuchsplayboaterin Luise dabei.
Unser Ziel dabei war nicht, eine Stelle für die nächste Rodeo-WM zu finden, sondern ganz einfach einen Platz, wo man
auch in der wasserarmen Jahreszeit mal ein paar Stunden Spass haben kann oder Anfängern einige praktische Fähigkeiten
vermitteln kann. Die Expedition erzielte folgende Forschungsergebnisse:
Fotos von Luise Schmidt und Steffen Gauernack
Text: Roland Einert, April 2002, Erzgebirge
1. Freiberger Mulde

Sie ist der wasserärmste der von uns besuchten Flüsse. Man kann hier aber ganz gut mit Anfängern eine Tour von mehreren
Kilometern vom Ortsausgang Mulda bis zum Ortsanfang Weissenborn (km 96-88) machen. Sollte der Pegel in Berthelsdorf
allerdings weniger als 4 Kubik zeigen, kann man erst nach der Wasserrückführung des Muldaer Wehrs einsetzen und muss
auch die Ableitung bei Lichtenberg umtragen. Unterste Grenze dürften 2 bis 2,5 Kubik sein.
Auf der Strecke findet man an einer Furt eine niedliche Surfwalze mit Kehrwässern links und rechts, mehrere fahrbare nicht
mehr abgeleitete Wehrstufen bis 0,5 m Höhe und am Ende ein rückläufiges 1 m Wehr mit einer nur 2 m breiten Durchfahrt.
Dort ist Klippi allerdings vor ein paar Jahren bei mehr Wasser auch schon mal ordentlich gewaschen worden.
Zum klassischen Playboaten gibt es in diesem Abschnitt überhaupt nichts.
Da gibt es einige Ansätze flussabwärts im Abschnitt zwischen Halsbrücke und Großschirma ( km 70). Zuerst eine Stufe mit
einer ziemlich haltenden Walze und dann das verfallenen sogenannte Kurprinzenwehr. Dort sollte man aber auch die Anfahrt
von oben sauber treffen. Unten hat man dann einen ziemlich großen und tiefen Tumpf, allerdings sind die Kehrwasserlinien
nicht sehr ausgeprägt. Wir vermuten auch, dass dieses Wehr teilweise unterspült ist.
2. Flöha

Diesere Fluß fließt in einem wunderschönen Tal, hat aber unter der
"ökologischen" Stromerzeugung furchtbar gelitten.
Fast alle Wehre sind total und oft über lange Strecken abgeleitet und nach
den Wehren sieht es aus, wie in einer trockenen Steinwüste. Die einzigen
ansatzweise lohnenden Übungsstellen haben wir am verfallenen Wehr in
Borstendorf (km 19), vielleicht 100 m WW I, gesehen.
Wir glauben aber nicht, dass sich die Anfahrt deswegen lohnt.