Erstbefahrung der alleralleröberschten Mulde

 

Jedes Jahrzehnt stellt neue Herausforderungen an die Creme des alpinen Kajaksports.

In den 60er Jahren bezwangen die letzten Faltbootpioniere die klassischen Schluchten der Alpen. In den 70er Jahren wagten sich die Gründer des AKC nach Norwegen und Korsika.

Mit dem Einzug des PE-Materials wurden in den 80er Jahren viele Oberläufe befahren. Die Kurzboote der 90er Jahre schließlich ermöglichten die Befahrung der obersten und allerobersten Abschnitte der Flüsse.

Folgerichtig stellte ich mir seit langem die Aufgabe noch weiter nach oben vorzustoßen und einmal einen Fluss oberhalb seiner Quelle zu befahren. Doch es dauerte bis zum 1. Januar des Jahres 2002, ehe ich meinen Traum verwirklichen konnte.

Meinen diesjährigen Winterurlaub verbrachte ich in Schöneck, im Quellgebiet der Zwickauer Mulde. Tagelang durchstreifte ich die Gegend und endlich hatte ich meinen Abschnit gefunden.

 

Das Wichtigste bei einer Erstbefahrung ist eine gute mentale Vorbereitung. Glücklicherweise hatte ich schon mehrere Tage Training hinter mir und so benötigte ich nur einige Schluck vom Lauterbacher Grünen, um mich auf das Erlebnis einzustimmen.

 
 

Eine günstige Einsatzstelle befindet sich unmittelbar an der Pension „Rosenhof“, cirka 1 km   oberhalb der offiziellen Muldenquelle.

 
 

Nach cirka 60 m kommt mit einem querstehenden Subaru die erste Kernstelle. Durch hartes Kanten gelang es mir, dem Siphon im hinteren Radkasten auszuweichen.

 

 

 

Nachdem mir zwei Befahrungen der cirka 200 m langen Extremstrecke (cirka 80 Promille Gefälle) gelungen waren, wagte sich auch mein Expeditionsbegleiter Klaus in die Schlucht.

 

 

Leider ist (wie bei vielen Expeditionen) das Paddelabenteuer immer mit aufwendigen Landtransporten verbunden. Glücklicherweise hatten wir unser Standquartier direkt an der Einsatzstelle und konnten uns dort auf die übliche Art und Weise erholen.

 

 

 

 

 

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