Kleinflüsse der Oberlausitz

 

Klosterwasser  (Kloëterska Woda)

Entspringt nördlich von Bischofswerda (Biskopicy), fahrbar ab Uhyst a.T. (Horni WujÆzd), lohnend bis Räckelwitz (Worklecy), teilweise enges Waldtal bis WW I, durchfließt einige katholische sorbische Dörfer, auch durch den Klosterpark von Panschwitz (Pan¹icy). Der Bach liegt auf der unteren Karte unmittelbar außerhalb des linken Rands.

 

Langes Wasser  (DoÓha Woda)

Entspringt am Picho bei Wilthen (Wjeleºin), fahrbar ab Ablass der Talsperre Göda (Hodüij), wenn es dort Wasser gibt bis zur Mündung in das Schwarzwasser (orna Woda) bei Pietzschwitz (Bƹicy). Der Bach hat WW I, bei Dahren (Darin) gibt es eine 100m lange Felsschlucht WW II-III – eng und ziemlich steil. Man kann den Zusammenfluss übrigens von der A4 aus sehen

 

Schwarzwasser  (orna Woda)

Entspringt im Gebiet von Demitz-Thumitz (Zemicy-Tumicy), fahrbar ab Straßenbrücke B 6 in Cannewitz (Chanecy), danach sehr reizvolle Skala (Felstal) von Nedaschütz (Njezdaëecy) und ein schönes Waldtal bis zur Einmündung des Langen Wassers (DoÓha Woda). Der genannte Abschnitt fast durchgehend WW I, der Ausgang der Skala vielleicht WW II.

Der weitere Verlauf des Flüsschens bis Hoyerswerda (Wojerecy) führt zwar durch wunderschöne Dörfer, ist aber meistens begradigt. Interessant ist die Zufahrtsmöglichkeit in den Knappensee (Jezor). 

 

Bei allen drei Bächen handelt es sich um Kleinflüsse, die nur bei sehr hohen Wasserständen befahrbar sind. Ein Richtpegel befindet sich am Schwarzwasser (orna Woda) weiter flussabwärts im Ort Zescha (žeëow). Wenn dieser Pegel die 75 cm überschreitet, kann es sich schon lohnen. Manchmal haben die Bäche aber auch richtig viel Wasser. Ich bin sie im Frühling 85 bei einem extremen Hochwasser sogar mal mit dem RZ 85 „gefahren“.

Man kann aber im Gebiet auch sehr gut wandern, neben den interessanten Dörfern und den beschriebenen Schluchten sind besonders die alten slawischen Burgwälle sehenswert, dafür gibt es einen speziellen Rundweg.

 

(Obere) Spree (Sprjewja)

Der Teil ab der Talsperre ist hinlänglich bekannt. Bei HW-Situationen rückt der Oberlauf ins Blickfeld. Ich bin schon mehrfach ab Schirgiswalde (žÆrachow) abgefahren, habe aber Bautzen (Budyëin) nie erreicht. Dabei wäre gerade eine Fahrt durch die Stadt lohnenswert, nicht nur wegen der alten Gebäude. Es gibt dort eine ziemlich lange, leicht verblockte Schlucht (vielleicht WW I+) und einige geile Wehre. Und am berüchtigten Gelben Elend (BÆda) fährt man auch vorbei. Oberhalb der Stadt wechseln sich Ortsdurchfahrten und Waldabschnitte ab. Es gibt einige Stellen bis WW II. Insgesamt wohl 15 Wehre, fast alle fahrbar (bis 10m lange Rutschen). Am Wehr in Gnaschwitz (Hnaëecy) haben sie uns mal verhaftet (DDR), weil dort ein Sprengstoffwerk ist.

 

Löbauer Wasser  (Lubata)

Dieser Fluss entwässert das Gebiet südöstlich des Czorneboh (ornobÙh). Paddelbar ab Löbau (Lubij). Viele schöne Waldtäler, einige Örtchen. Höhepunkte sind die Skalen von Georgewitz (Korecy) und Gröditz (Hrodüiëºo). Im letztgenannten Ort auch ein Pegel (mindestens 65, besser 80 sollte der Fluss haben). Neben dem leichten WW in den Skalen gibt es schnellfließende und teilweise ordentlich mäandrierende Abschnitte und einige satte Wehre. Hinter Gröditz (Hrodüiëºo) tritt der Fluss in die Ebene und verzweigt sich in mehrere Arme. Das war früher fast ein kleiner Spreewald, leider sind heute nur noch 3 eingedeichte Arme übriggeblieben. Auch dieser Fluss ist nur bei viel Wasser zu empfehlen, im Sommer ist es eher ein übelriechender überwucherter Graben.

 

 

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