5 Flüsse
Bratislava
Breclav
Nitra
Komarno/
Komarom
Vah
Maly Dunaj
Dyje
Morava
Donau
Donau
SK
A
CZ
HU
Ich weiß nicht, wann mir dieses Projekt eingefallen ist. Auf jeden Fall ist es schon ein paar Jahre her.
Vielleicht im Jahr 2004, als ich meine Touren unter das Motto "Paddeln ohne Grenzen" gestellt hatte,
vielleicht auch schon eher. Auf jeden Fall wollte ich es noch durchziehen, ehe am 21.12.2007
Tschechien, die Slowakei und Ungarn dem Schengen-Abkommen beigetreten sind und eine
grenzüberschreitende Tour in dieser Region so normal wird, wie es lange schon Paddeltouren über die
Grenze von Österreich nach Deutschland oder von Deutschland nach Holland sind. Nun reden wir hier
über eine Tour von über 250 km, und da braucht man, wenn man das Ding in einer Woche und noch dazu
Ende Oktober machen will, schon die richtigen Mitpaddler. Die waren mit Thomas, Christoph und
Christian auch bald gefunden und so nahmen wir die Tour von Tschechien über Österreich und die
Slowakei auf den Flüssen Dyje, Morava, Donau, Maly Dunaj und Vah in Angriff.

Ganz im Südosten Tschechiens findet man die alte Weinstadt Breclav. Der städtische Campingplatz
(wo unsere Autos auch eine Woche gut standen) liegt zwar nicht direkt am Flussufer, dafür gegenüber
dem Stadtschloss und unweit von Einkaufsmärkten, so dass wir unsere Vorräte für die ersten
Paddeltage leicht besorgen konnten.
Die Dyje (Thaya) ist ab Breclav ein flott fließender, so 20-30m breiter Wanderfluss ohne Hindernisse. 6 km hinter Breclav beginnt schon die Grenze zu Österreich
und die Landschaft wird, zumindest auf der linken (tschechischen Seite) noch einsamer. Wir haben auf beiden Seiten einige kleinere Zeltstellen ausgemacht. Auf der
österreichischen Seite sieht man dann bald die ersten Fischerhäuschen, die uns die nächsten Tage begleiten sollten. Nach 20 km erreichen wir die Morava (March).
An der Einmündung der Dyje in die Morava wechselt das linke Ufer vom tschechischen zum slowakischen Staatsgebiet. Von nun an gibt es die Fischerhäuschen auf
beiden Uferseiten, wobei man (noch) sieht, dass auf der österreichischen Seite mehr Geld ist.